Wohnungswirtschaft baut - Senat baut nicht
« Presseerklärung
Freitag, 09.01.2009
Balcke begrüßt Ankündigung des Verbands der norddeutschen Wohnungsunternehmen - und kritisiert mangelndes Engagement des Senats in der Wohnungsbauoffensive
Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Balcke hat die Ankündigung des Verbands der norddeutschen Wohnungsunternehmen VNW begrüßt, im Jahr 2009 mit dem Bau von 1000 neuen Wohnungen zu beginnen. Balcke kritisierte gleichzeitig, der Senat komme seinen Verpflichtungen im Rahmen der Wohnungsbauoffensive nicht nach.
Insgesamt würden durch die für das laufende Jahr geplanten Maßnahmen vom VNW 650 Millionen Euro investiert werden. Der Verband spricht zudem von 10.000 Arbeitsplätzen, die gesichert würden. Balcke, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, lobte die Investitionsbereitschaft der Wohnungswirtschaft - gerade in der derzeitigen konjunkturellen Lage. Gleichzeitig kritisiert der Bürgerschaftsabgeordnete die Stadtentwicklungsbehörde bei der Wohnungsbauoffensive. Senat und Wohnungswirtschaft haben sich 2006 geeinigt, jeweils 1.000 Wohnungen auf ihren Grundstücken zu schaffen.
„Der Senat kommt seiner Verpflichtung jedoch nicht nach“, kritisierte Balcke. „Auf den von der Stadt eingebrachten Flächen werden nicht einmal 700 Wohneinheiten realisiert. Die Flächen scheinen außerdem alte Ladenhüter zu sein, die der Senat vorher nicht meistbietend verkaufen konnte.“ Von den 16 Grundstücken, die der Senat der Wirtschaft zur Bebauung angeboten hat, seien laut einer Senatsmitteilung ein Viertel bisher nicht veräußert. Grund: Mangelnde Nachfrage.
„Die positive Bilanz der ersten Wohnungsbauoffensive ist lediglich auf das große Engagement der Wohnungswirtschaft zurückzuführen“, so Balcke. „Auf 50 von der Wohnungswirtschaft eingebrachten Flächen entstehen 2.160 Wohnungen. Der Senat hat hier offenbar auf ganzer Linie versagt. Es bleibt zu hoffen, dass bei der zweiten Wohnungsbauoffensive mehr herauskommt.“